Der FREI DAY

Ein Tag in der Woche mit dem Potential, Schule zu transformieren.

Mut und Vertrauen in Ungewissheit sind zentrale Zukunftskompetenzen. Junge Menschen müssen befähigt werden mit Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität umgehen zu können. Eine gesellschaftliche Transformation erfordert einen Paradigmenwechsel, der die Bildung mutiger und kreativer Weltbürger*innen befördert, die es gewohnt sind, im Gemeinsinn lösungsorientiert zu denken und Verantwortung zu übernehmen: für sich selbst, für ihre Mitmenschen, für unseren Planeten. Das erfordert die Übung von antizipatorischem Denken und selbstwirksamem Handeln. Dies ist in einer Schule, die konzeptionell und strukturell tradiert auf Sicherheit angelegt ist, nicht möglich. 

Der FREI DAY ist der Zukunftstag, mit mindestens vier Stunden jede Woche. Er ist ein strukturell verankerter Möglichkeitsraum für kreative innovative Ideen und Lösungen, ein Treiber für Kreativität und Innovationskraft, ein Gestaltungs-Raum für das Neue, was in die Welt kommen will. Am FREI DAY können sich Leidenschaften und Talente entfalten, Potenziale entdeckt und ausgebaut werden.

Beim FREI DAY geht es um Wissen, Handeln, Netzwerken. Der Zukunfts-Tag hat großes Potenzial. Nicht nur weil er ein klares Zeichen für die gesamte Institution setzt, sondern auch, weil durch den Aufbau von Netzwerken immer wieder neue Ideen und Kraftfelder initiiert werden. Schulen werden so zu WERK-Stätten, WIRK-Stätten und TAT-Orten für weltverantwortliches Handeln.

In Stichpunkten bedeutet das:

  • Lernen mit Kopf, Herz, Hand
  • Entwerfen von kreativen Zukunftsvisionen
  • Netzwerkaufbau
  • Außerschulisches Lernen
  • Praktische Umsetzung in Schule und Gemeinde
  • Zukunftsforschung

SDGs & 21st century Skills

Der FREI DAY unterstützt Bildung für Nachhaltige Entwicklung und fördert den Aufbau von relevanten Lebenskompetenzen, die Schüler*innen im 21. Jahrhundert benötigen.

Im Kontext der Verabschiedung der Sustainable Development Goals durch die Vereinten Nationen und des Weltaktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung der UNESCO haben auf Initiative der Bundesregierung mehr als 350 Organisationen und Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Bildung und Wirtschaft den Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP) entwickelt, der im Juni 2017 durch die Kultusministerkonferenz verabschiedet wurde. Darin heißt es:

„Um die Agenda 2030 zu verwirklichen, müssen wir umfassende und tiefgreifende gesellschaftliche Transformationen anstoßen und umsetzen. Bildung spielt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle. […] Bildung befähigt zur Gestaltung von politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Veränderungen.[…] Um dies zu erreichen, müssen wir unser Bildungssystem so ausrichten, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Wissen und die Fähigkeiten erwerben, die für die Beantwortung dieser Fragen nötig sind. Wir brauchen kreative Ideen, Visionen und Gestaltungsmut für eine nachhaltige Entwicklung.“

Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet Gestaltungskompetenz. Interessant ist, dass im NAP Frei-Räume explizit gefordert werden.

„Überformalisierte Strukturen sollen gelockert werden, da diese durch zu enge Vorgaben wie ein Korsett der Selbstentfaltung eines einzelnen im Wege stehen. … In allen Bildungssettings sind unverzweckte Freiräume strukturell zu verankern. … Freiräume für die Ausbildung von Gestaltungskompetenzen, die Partizipation, selbständiges Lernen und kreatives Gestalten ermöglichen. Dieses Engagement ist essentiell für die Teilhabe und Gestaltung von Zukunftsfragen. … Freiräume in den formalen Bildungsstrukturen sind zeitlich fest verankert, sollten jedoch dem selbst gewählten Lernen und Erfahren der Jugendlichen dienen.“

Der FREI DAY schafft diesen offenen Möglichkeitsraum für Zukunftsthemen. Große Visionen brauchen Fahrpläne, erste Schritte, die das Potenzial haben, in die Breite zu gehen. Mit dem FREI DAY bekommt die Forderung des NAP nach unverzweckten FREI-Räumen ein konkretes Format und wird damit fassbar vorstellbar, umsetzbar. In der Einfachheit bei großer Offenheit liegt hohes Potenzial. Vier Stunden für die Zukunft können alle Schulen finden. Der FREI DAY wird so ein wirksames Transformations-Element.

Was ist der FREI DAY?

Zeit und Raum, um mit Interesse und Begeisterung und ohne Ergebnisdruck projektorientiert an Zukunftsthemen zu arbeiten

Für Kinder und Jugendliche aller Schulformen in Teams und jahrgangsübergreifend

Mit mindestens vier Stunden fest im Stundenplan verankert.

Wie funktioniert der FREI DAY?

Schüler*Innen vernetzen sich mit Expert*innen verschiedenster Fachgebiete

Sie entwickeln gemeinsam konkrete Projektideen

Schüler*innen setzen diese eigenverantwortlich in ihrer Schule, ihrer Gemeinde oder ihrem Kiez um.

Wie wirkt Der FREI DAY?

Kinder und Jugendliche erwerben wichtige Zukunftskompetenzen, wie Problemlösefähigkeit, Selbstwirksamkeit, Umweltbewusstsein.

Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Welt.

Sie werden zu aktiven Gestalter*innen unserer Gesellschaft.

Erfahre mehr über das Konzept des FREI DAY

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